31.1.08: Auszeichnung für "AnSehen"
 
Besondere Auszeichnung für das  Projekt "AnSehen"
Das Projekt erhält dem dritten Preis in einem Wettbewerb zu innovativen Impulsen für die Versorgung von Menschen mit schwerer Demenz.
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Gruppe der Preisträgerinnen und Preisträger. Links:  Peter Wißmann und Prof. Dr. Reimer Gronemeyer. Rechts im Bild Claudia Hartmann
„AnSehen“ ist der Titel einer Fortbildung für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende und betreuende Angehörige in der Begleitung von demenzerkrankten Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die Fortbildung wurde im Rahmen eines Kooperationsprojekts des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Nordrhein e.V. mit dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland entwickelt. Die Reinhold-Keppler- Stiftung hat das Projekt gefördert.
Auf einer Fachtagung von „Demenz Support Stuttgart“ am 30. Januar 2008 wurde das Projekt jetzt ausgezeichnet. Bei dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb wurden Praxisprojekte gesucht, von denen besondere Impulse für die qualitätsvolle Versorgung von Menschen mit einer schweren Demenz ausgehen. In der Begründung der Preisvergabe an das Projekt „AnSehen“ heißt es:
„Ein Ergebnis des Projektes „AnSehen“ ist eine Handreichung für betreuende Angehörige und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die demenzkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten. Es setzt an der Vermittlung von Kenntnissen über die letzte Lebensphase an. Den Verantwortlichen gelingt es, aktuelles Wissen aus der hospizlichen Begleitung mit dem der Begleitung von Menschen mit Demenz in Verbindung zu bringen. Dies geschieht jedoch nicht in einer abstrakten theoretischen Abhandlung, sondern ist eingebettet in zahlreiche und anschauliche Möglichkeiten der Umsetzung. Bemerkenswert ist auch die besondere Berücksichtigung des spirituellen Erlebens. Durch seinen Ansatz als Fortbildungskonzept hat das Projekt „AnSehen“ eine wichtige Multiplikatorenfunktion.“
Besonders gewürdigt wurde auch, dass sich die Fortbildung an die unterschiedlichen Akteure in der Begleitung von schwerst demenzerkrankten Menschen wendet. Hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeitende nehmen zumeist gemeinsam mit Angehörigen an den selben Fortbildungen teil. Der Austausch zwischen diesen Teilnehmergruppen erweist sich in diesem Rahmen als besonders gewinnbringend für die Entwicklung eines nachhaltigen Dialogs in Einrichtungen der Altenhilfe.
 
Die anderen Preisträger waren
  • das Heywinkel Haus der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien in Osnabrück mit einem ganzheitlichen Konzept zur sensiblen Ernährung von Bewohnerinnen und Bewohnern mit schweren Beeinträchtigungen bei der Nahrungsaufnahme
  • die AWO Servicehäuser in Kiel, die eine Versorgung bis zum Lebensende in der eigenen Wohnung ermöglichen. Durch die gelungene Verzahnung von Betreuungsangeboten können hier auch Menschen mit demenzieller Erkrankung und hohem Pflegebedarf in ihrer gewohnten Nachbarschaft verbleiben.
 
 
 
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Claudia Hartmann
Kontakt:
Projekt AnSehen
Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Nordrhein e.V.
Claudia Hartmann
hartmann@eeb-nordrhein.de
Tel.-Nr.: 0211/3610-229
www.eeb-nordrhein.de