Von starken Visionen und den Mühen der
Ebenen
Innovationsprozesse in der gemeinwesenorientierten
Seniorenarbeit (vorgestellt am Beispiel der Kirchengemeinde
Mülheim-Saarn)
Mitwirkende (von links): Christa Stelling (Ev.
Verband für Altenarbeit RWL), Landeskirchenrätin
Katja Wäller (Dezernat II 2, Freiwilligendienste, Diakonie),
Karin Nell (EEB/EFI-Programm), Gerrit
Heetderks (Geschäftsführer EEB/ZIS), Gabi Winter
(Diakonie RWL), Ulrich Christofczik (Diakonie
RWL, Geschäftsbereichsleitung Pflege, Alten- und
Behindertenarbeit), Claudia Hartmann (EEB/EFI-
Programm), Klaus-Joachim Börnke (EEB/Ltg. Projekt AnSehen
geben)
Die Zukunft stellt
unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen.
In Zeiten des demografischen und gesellschaftlichen Wandels stehen
auch bei Kirche und Diakonie die Zeichen auf Veränderung.
Darum führte das Ev. Zentrum für Innovative
Seniorenarbeit am 1. Oktober 2010 eine Tagung durch, die am
Beispiel der Kirchengemeinde Mülheim-Saarn aufzeigte, wie ein
umfassender Veränderungsprozess im Bereich der Arbeit mit
Älteren aussehen kann.
Rund 80 haupt- und
ehrenamtliche Mitarbeitende aus Nordrhein-Westfalen nahmen an der
Veranstaltung teil.
"Innovation heißt das Zauberwort" - betonten die
Veranstalter.
Doch die Erfahrungen zeigen: Der Veränderungswille allein
versetzt noch keine Berge. Wenn sich etwas bewegen soll, dann sind
nicht nur Fantasie und gemeinsame starke Visionen gefragt, sondern
auch auf allen Akteurs- und Entscheidungsebenen Risikobereitschaft,
Konfliktfähigkeit und Durchhaltevermögen gefordert.
Vor allem braucht Innovation Menschen, die begeistert sind und die
andere mit ihrer Begeisterung anstecken können; Menschen, die
sich auch dann, wenn der Entwicklungsprozess die Mühen der
Ebenen durchläuft, nicht entmutigen lassen, die auf die
Unterstützung ihrer Netzwerke vertrauen und die an die
Erreichbarkeit der gesetzten Ziele
glauben.
Mitarbeitende aus
unterschiedlichen gemeindlichen Arbeitsfeldern sowie zahlreiche
Kooperationspartner beschrieben aus ihrer Sicht den spannenden,
aufregenden aber manchmal auch anstrengenden Prozess sowie seine
Auswirkungen auf das System Gemeinde. Sie zeigten, wie spezielle
Rahmenbedingungen den Prozess enorm fördern oder auch
empfindlich behindern
können.
Die Fachtagung gab
den Teilnehmenden Gelegenheit, von den Erfahrungen aus
Mülheim- Saarn zu profitieren. Die Veranstaltung bot
aber auch Raum, eigene Erfahrungen einzubringen und miteinander ins
Gespräch zu kommen.
Zum Nachlesen und
Anschauen:
4. Das
Mülheimer Modell - Netzwerk Saarn
(
Dokumentationpdf22,43MB)