WohnQuartier4
graphic
    
WohnQuartier4
Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe bringt Erfolgsmodell in die Fläche
Die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. bietet ab sofort ein neues Beratungs- und Qualifizierungsangebot zur Sicherung der Lebensqualität in Städten und Gemeinden. Das Angebot soll Einrichtungen, Kirchengemeinden und andere Organisationen dabei unterstützen, die Entwicklung altersgerechter Wohnviertel in neuen Netzwerken aktiv zu gestalten.
  
Erfolgsmodell für Stadtteilentwicklung
Das „Erfolgsmodell“ baut auf neuen Strategien auf, die von der Diakonie, HOCHTIEF, dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Nordrhein und vielen weiteren Partnern im Projekt „WohnQuartier4“ entwickelt wurde. Im Zentrum der Strategie stehen ungewöhnliche Kooperationsformen zwischen Wirtschaft, Kommunen, Bürgern, Kirchengemeinden und Verbänden, die Wohnen1, Gesundheitsangebote2, Kommunikation3, Bildung & Kultur4 auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich gemeinsam entwickeln. „WohnQuartier4“ wurde von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW mit rund 700.000 Euro gefördert und seit 2008 an mehreren Standorten erprobt.  
     
Verantwortung von Kirche und Diakonie
Christiane Grabe, Koordinatorin des Modellprojekts „WohnQuartier4“, führt das neue Beratungsangebot der Diakonie RWL durch. Sie sieht bei Kirche und Diakonie eine hohe Verantwortung für die Daseinsvorsorge in den Quartieren. Dies schließe auch die Entwicklung neuer, kleinteiliger, sozialer Wohnangebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf ein. „Viele Kirchengemeinden schließen Standorte, weil finanzielle Mittel zur Aufrechterhaltung fehlen“, so Christiane Grabe. Damit gehe Wohnvierteln eine fußläufig erreichbare Möglichkeit für Treffen und Veranstaltungen als soziales Zentrum verloren. Noch gebe es die Möglichkeit, Infrastrukturen wie Gemeindezentren oder geschlossene Kirchen aufrechtzuerhalten, umzunutzen oder für neue sozialverträgliche Nutzungen umzubauen. Eine ökonomisch tragfähige Verwertung gelinge oft nur noch dort, wo innovative Nutzungskonzepte und neue Kooperationen entwickelt werden.
    
Bürgerbeteiligung
Ein Schlüssel für die zukunftsfähige Entwicklung sozialer Infrastruktur ist die aktive Beteiligung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. So kann am besten gewährleistet werden, dass neue Angebote auch Nachfrage finden. Dafür braucht es Orte, die kreative Potentiale freisetzen und neue Formen der Verbindung von Bildung und Engagement, wie sie besonders vom Evangelischen Erwachsenenbildungswerk Nordrhein in das Modellprojekt eingebracht und nun als maßgeschneiderte WohnQuartier4- Fortbildungsangebote weiterentwickelt werden.
 
Expertin für Stadtteilentwicklung
Intendiert ist mit dem neuen Beratungsangebot der Diakonie RWL auch eine Abkehr vom „versäulten Denken“, mit dem zum Beispiel offene Angebote der Altenarbeit, ambulante Pflege und Altenheime getrennt betrachtet werden. Die soziale Infrastruktur lässt sich an vielen Orten nur mit einer neuen Verzahnung bestehender Angebote sowie neuen Formen der Bürgerbeteiligung aufrechterhalten. Die Vision ist die Verwirklichung lebenswerter Wohnquartiere, in denen sich alle Generationen und Gruppen unabhängig von Alter oder Behinderungen frei entfalten können.

Christiane Grabe, Expertin für Stadtteilentwicklung, verfügt über langjährige Erfahrungen in den Feldern Sozialraumanalyse, Bürgerbeteiligung, Projektentwicklung und Quartiersmanagement.
 
Kontaktperson:
Christiane Grabe
Koordination WohnQuartier4

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V.
Lenaustr. 41
40470 Düsseldorf
Tel.: 0211 6398-306
Fax: 0211 6398-299